Nackenschmerzen

Nackenschmerzen und Triggerpunkte mit der Faszienrolle lösen

Die Faszienrolle als beliebter Helfer bei Verspannungen

Sie sind ein Kreuz unserer modernen Gesellschaft: Verspannungen in Rücken, Nacken und Schultern. Hervorgerufen werden sie meist durch mangelnde oder zu einseitige Bewegung, Stress, Fehlbelastung oder Zugluft. Es gibt eine Reihe von Übungen, die den steifen Nacken wieder lockern sollen. Zu den effektivsten Helfern gehört dabei die Faszienrolle, die vor allem das verhärtete Bindegewebe lockert und somit die Schmerzen lindern kann.

Die Faszienrolle (auch Blackroll genannt) erfreut sich wachsender Beliebtheit. Die meisten Menschen in unserer Gesellschaft leiden irgendwann in ihrem Leben an muskulären Verspannungen und Verhärtungen im Bereich des unteren oder oberen Rückens, der Schultern oder des Nackens. Zu wenig Bewegung und zu viel falsches Sitzen stellen die Hauptursachen dafür dar. Bei dem Arbeiten am Bildschirm ist es zudem häufig auch die Fehlbelastung und Verkrampfung der Schultern und des Nackens, die zu den Problemen führen.
Deswegen ist es wichtig, bereits im Vorfeld die schlimmsten Fehler zu vermeiden. Wenn es jedoch bereits zu spät ist – dann ist es praktisch, eine Faszienrolle zu haben.

Was sind Faszien?

Als Faszien wird das Bindegewebe bezeichnet (genauer: die Weichteile desselben), das sämtliche Muskeln und Organe des menschlichen Körpers umgibt. Es hat sowohl eine schützende als auch unterstützende Wirkung. Bei Überlastung, Verletzung oder auch übertriebener Schonhaltung können diese Faszien verhärten oder verkleben. Sie sind damit eine häufige Ursache für die weit verbreiteten Schmerzen in Nacken und Schulter. Insbesondere, wenn sie so sehr verhärten, dass sie Nerven einengen. Deswegen ist eine Lockerung dieses Bindegewebes für eine dauerhafte Schmerzfreiheit sehr wichtig.

Verhärtungen der Faszien lösen

Die Faszien können durch verschiedene Übungen wieder elastisch gemacht werden. Dazu zählen vor allem Dehn- und auch Sprungübungen. Außerdem reagiert das Bindegewebe besonders positiv auf etwas Druck in Form einer Massage. Dazu eignet sich eine spezielle Rolle am besten: die Faszienrolle.
Durch die besondere Massage dieser Rolle können die Verhärtungen gelöst werden. Sie regt sowohl speziell den Flüssigkeitsaustausch als auch den kompletten Stoffwechsel an. Bei einer professionellen Massage werden die Triggerpunkte, die maßgeblich für die Verspannungen sorgen, gezielt bearbeitet. Bei dieser Selbstmassage können diese Punkte ebenfalls gelockert werden.

Die richtige Blackroll

Es gibt inzwischen viele verschiedene Rollen für das Faszientraining. Grundsätzlich gibt es eine glatte Variante und eine mit Noppen. Dazu kommen verschiedene Größen, um die praktische Anwendbarkeit bezüglich der verschiedenen Körperpartien zu erhöhen. Außerdem gibt es verschiedene Härtegrade. Im Grunde können Sie hier nur selbst probieren, welche Variante für Ihre individuellen Bedürfnisse am besten geeignet ist.

Die Übungen und ihre Wirkung

Wichtig ist, dass Sie die Übungen regelmäßig durchführen. Und, dass Sie nicht verzweifeln, wenn nach dem ersten Mal keine direkte Besserung zu spüren ist. Die Übung selbst kann anfangs unangenehm und schmerzhaft sein – etwa wie auch eine Massage bei verspannten Muskeln nicht ausschließlich angenehm ist.
Im Grunde besteht die Übung meist darin, die gewünschte Körperpartie mithilfe des Eigengewichtes an der Rolle zu reiben, sich also selbst zu massieren. Um den Nacken zu massieren, legen Sie sich auf den Rücken und positionieren Sie die Blackroll in Ihrem Nacken, als wäre es ein Kissen. Nun können Sie den Kopf langsam und mit leichtem Druck nach links und rechts bewegen. Als Richtwert können Sie 15-20 mal nehmen.

Bei Nackenbeschwerden lässt das Verspannungsgefühl häufig direkt im Anschluss der Übung nach. Aber auch falls nicht, sollten Sie durchhalten. Mit regelmäßigem Nutzen der Faszienrolle können Sie dann in der Regel auch bei akuten Schmerzen eine direkte Besserung erfahren. Sie haben somit ein effektives Mittel für die Selbsthilfe zur Hand.